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50 Jahre Werkstatt Buer

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„Werkstatt“: Das Sommerfest steht ganz im Zeichen des 50. Geburtstags

Die „Werkstatt“ in Buer wird 2026 runde 50 Jahre alt – und sperrt für die dazugehörige Open-Air-Fete am 18. Juli sogar die Hagenstraße.

Das Sommerfest in der „Werkstatt“ ist schon in seiner üblichen Form ein absoluter Publikumsmagnet. Doch diesmal haben die Verantwortlichen noch einmal eine Nummer größer geplant – und sperren für ihre Feierlichkeiten am Samstag, 18. Juli, kurzerhand Teile der Hagenstraße in Buer. Der Anlass für diese besondere Party-Maßnahme ist ein würdiger: Das frühere Atelier, das sich längst zu einer zentralen Kultur-Spielstätte im Stadtnorden gemausert hat, wird 2026 runde 50 Jahre alt. Wenn das kein Grund für eine anständige Sause ist!

 

Bei der Gründung 1976 war es ein Raum zum Arbeiten und Ausstellen

 

 

Als 1976 eine Gruppe Gelsenkirchener Künstler um Many Szejstecki und Rolf Feddern mit der Gründung der „Werkstatt“ einen Raum zum Arbeiten und Ausstellen geschaffen hatte, hätte vermutlich niemand vermutet, dass diese Einrichtung auch ein halbes Jahrhundert später noch existieren würde. Das tut sie aber! Und präsentiert sich dabei so vital und kreativ wie am allerersten Tage.

 

Dieses außerordentliche Jubiläum soll nun entsprechend gefeiert werden. „Da die Platzkapazitäten in der Werkstatt recht limitiert sind, kamen wir schnell auf die Idee, die Hagenstraße für unser Sommerfest zu sperren und eine Außenbühne aufzubauen“, berichtet Ralf Kolecki, Vorstandsmitglied jenes Vereins, der sich um das Wohl und Wehe der „Werkstatt“ kümmert. Und Kolecki zeichnet auch für das Festprogramm verantwortlich. Das hat er diesmal vor allem nach folgendem Kriterium zusammengestellt: nämlich auch jene Menschen anzulocken, die die „Werkstatt“ bislang noch nicht kennen und schätzen gelernt haben.

 

Beim Sommerfest der „Werkstatt“ lautet das Motto: Eintritt frei

 

 

Das Motto des Sommerfestes am 18. Juli lautet: Eintritt frei. Und zwischen 13 und 22 Uhr wird in, vor und hinter der „Werkstatt“ jede Menge geboten. Los geht‘s mit einem umfangreichen Unterhaltungs- und Mitmachprogramm für Kinder ab vier Jahren. Dazu gehören das Stück „Rapunzel“ des Figurentheaters Daisy Blau ab 13 Uhr oder aber ab 15 Uhr „Prinzessin Kröte“. Dazwischen gibt es Malaktionen. Die derzeit laufende Jubiläumsausstellung im Inneren wartet ebenso auf neugierige Gäste wie die Lesungen von Schauspielerin Samira Calder, die Texte von Michael Klaus vortragen wird (16.30, 18 und 19.30 Uhr). Auch eine „T-Shirt-Druck-Aktion“ und eine große Tombola dürften auf großes Interesse stoßen.

 

Natürlich gibt es auch jede Menge Live-Musik. Ab 16 Uhr startet das Soloprogramm des Essener Schlagzeugers Simon Camatta, der 1976 geboren wurde – also im Gründungsjahr der „Werkstatt“. Ab 17 Uhr steht die Band Kaleidoskop auf der Hagenstraßen-Bühne. Mit dabei ist der Gelsenkirchener Gitarrist Christian Hammer, der mit seiner Konzertreihe „Hammer + 3“ zu den Stammgästen des Kunst- und Kulturzentrums zählt. Er hat auch maßgeblichen Anteil daran, dass mittlerweile über 30 Konzerte pro Jahr dort stattfinden. Kaleidoskop warten mit einer mitreißenden Mischung aus orientalischen Klängen, Balkanrhythmen und jazzigen Sounds auf. Im Anschluss, ab 18.30 Uhr, ist Hammer mit einer weiteren Band zu erleben, der Soul-Jazz-Combo Know What I Mean, die von groovenden Keyboardklängen getragen wird.

 

Auch die Nachbarschaft und viele Anwohner sollen mitfeiern

 

 

Obwohl regelmäßig Musikerinnen und Musiker aus aller Welt in der „Werkstatt“ ihr Können präsentieren, liegt der Fokus beim Sommerfest eindeutig auf der lokalen Szene. Deshalb wurde als Top-Act des Abends die Gelsenkirchener Band Motherfunkers verpflichtet. Laut Kolecki wird die siebenköpfige Jazz-Funk-Formation, die mit ihrem musikalischen Beitrag zum Aufstieg des FC Schalke 04 überregional für Furore gesorgt hatte, ab 20 Uhr auf der Außenbühne spielen.

 

Natürlich gibt es auch ein breit gefächertes Gastronomie-Angebot. Das stellt aber nicht nur die „Werkstatt“, sondern auch angrenzende Läden wie „Creperie“ oder „Bits of Bärlin“. Ein Fest dieser Größenordnung werde man so schnell nicht wieder auf die Beine stellen, sagte Kolecki. „Wir freuen uns auf alte Bekannte, neue Kulturinteressierte und darauf, dass hoffentlich auch viele Anwohner und Nachbarn mit uns dieses außergewöhnliche Jubiläum feiern möchten“.

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